Verkehrskonferenz am 5. Dezember

Tempo 30 innerorts, Parkverbote, zu schneller Verkehr auf den Verkehrsachsen L1, L463 oder B58, wiederkehrende Unfälle auf der Wilhelmstraße, der Bau von Querungshilfen – dies sind nur einige Themen, die in der Politik und in der Bevölkerung der Gemeinde Hünxe in regelmäßigen Abständen diskutiert werden. „Es gibt einige Problemstellen in unserer Gemeinde, deren Lösung häufig an unterschiedlichen Kompetenzen zwischen Gemeinde, Kreis, Land und Bund scheitern“, erklärt Horst Meyer, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion Hünxe.

Eine ‚Verkehrskonferenz‘ am 05. Dezember 2017 soll jetzt Klarheit schaffen und Fragen beantworten. „Wir danken dem Bürgermeister für die Umsetzung unseres Antrags nach längerer Vorbereitungszeit“, so Meyer. Bereits im Oktober 2016 hatten die Hünxer Sozialdemokraten diese Verkehrskonferenz im Gemeinderat beantragt, um „alle an einen Tisch zu bekommen und lösungsorientiert für die Gemeinde zu diskutieren“.

Demnach sollen (im Sinne des SPD-Antrags) bei der „Verkehrskonferenz“ mit Vertretern der Gemeindeverwaltung, der Kommunalpolitik, des Landesbetriebes Straßen.NRW, des Kreises Wesel sowie der zuständigen Polizeibehörde grundsätzliche Fragestellungen in Bezug auf die Verkehrsführung und –lenkung auf den im Gemeindegebiet verlaufenden Straßen erörtert werden. „Straßen.NRW wird nach jetzigem Stand keinen Vertreter nach Hünxe entsenden. Dies bedauern wir sehr, da manche Problemstellen vor allem die Landes- und Bundesstraßen betreffen“, so Meyer. „Trotzdem werden wir uns mit konkreten Anliegen direkt an Straßen.NRW wenden und um Klärung unserer Fragen bitten.“

Als Beispiel dient die Verkehrssituation entlang der L1 (Dinslakener Straße) auf Höhe der ehemaligen Gaststätte Lindekamp. „Diese wird von vielen Bruckhausenern als gefährlich empfunden, insbesondere Fußgänger und Radfahrer, die die stark befahrene Landesstraße queren wollen“, meint das Bruckhausener SPD-Ratsmitglied Jan Scholte-Reh. „Der Wunsch der Bevölkerung nach einer wie auch immer gearteten Lösung ist nachvollziehbar. Leider bleibt diese zwischen Gemeinde und Land aus, obwohl die Problematik lange bekannt ist.“

In erster Linie diene die ‚Verkehrskonferenz‘ der Information und Diskussion über die Kompetenzen der jeweiligen Behörden und mögliche Vorgehensweisen zur Lösung der Problemstellen. Entscheidungen werden nicht getroffen. „Wir erwarten jedoch, dass besprochene Vorgehensweisen, sofern sie im Sinne der Gemeinde Hünxe und ihrer Bürger sind, nicht im ‚Dschungel‘ der Verantwortlichkeiten auf die lange Bank geschoben werden“, schließt Meyer.